Unser Wort zum Weltfrauentag: Für mehr Feminismus im Alltag

Heute ist der internationale Frauentag, welcher vor über hundert Jahren in den USA im Zusammenhang des Kampfes für das Stimmrecht für Frauen eingeführt wurde.


Die tolle ‘Feminist’-Wanddeko ist von Zubinski und die tolle ‘Powerfrau’-Postkarte findet Ihr bei gesafriederike.

Die deutsche Feministin und Sozialistin Clara Zetkin machte sich für das Thema kurz darauf beim internationalen sozialistischen Kongress 1910 in Kopenhagen stark und führte den Tag auch für Deutschland ein, wo er vor allen in den ersten Jahren besonders für ein gleichberechtigtes, geheimes und freies Wahlrecht für Frauen stand.

Der Weltfrauentag

Inzwischen ist der 8. März in vielen Ländern der Welt ein gesetzlicher Feiertag und hat auch noch heute eine große Bedeutung für die internationale Frauenbewegung. Es wird mit vielen Demonstrationen, Veranstaltungen und Aktionen auf Rechte der Frauen und auf die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam gemacht, denn leider mangelt es daran vielerorts noch immer.

In diesem Jahr lautet das Motto des Frauentages “Frauen in einer sich wandelnden Arbeitswelt: die Hälfte der Welt bis 2030”. Ziel ist es, die Teilnahme an der Berufswelt für alle Frauen möglich zu machen. Ein Thema dabei ist unter anderem die finanzielle Diskrepanz zwischen unbezahlter Arbeit in der Familie und im Haushalt – zum Großteil von Frauen ausgeführt – im Verhältnis zu bezahlter Berufstätigkeit, welche für Mütter oft schwer ermöglicht wird. Im Schnitt verdienen auch in Deutschland Frauen noch immer weniger als Männer.

Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Solidarität für alle Frauen – das ist es, worum es beim Frauentag geht. Damit auch Ihr Euch einbringen könnt, haben wir ein paar simple aber dennoch wirkungsvolle Tipps für Euch dafür zusammengestellt, wie Ihr Feminismus in Euren Alltag integrieren, Euch mit den Männern verbünden und Euch mit ganz einfachen Mitteln füreinander stark machen könnt.

Feminismus im Alltag – Das könnt Ihr tun:

– Gegenseitiges Fordern und Fördern statt Konkurrenzdenken:
Unterstützt andere Frauen (und auch gleichgesinnte Männer!), helft Euch gegenseitig, verbündet Euch und macht Euch den Alltag leichter. Es ist unheimlich hilfreich, ein starkes und breites Netzwerk an klugen und talentierten Menschen zu haben, welche verschiedene Kompetenzen einbringen können. Teilt Euer Wissen miteinander, am Ende profitiert Ihr alle.

– Den Dialog suchen:
Im Austausch mit anderen sein und seine Gedanken zu teilen ist toll, um neue Perspektiven zu erschließen und den Horizont zu erweitern. So lernt Ihr immer wieder dazu und könnt Euch anderen Menschen gegenüber öffnen und Vorurteile überwinden.

– Bildet Euch weiter:
Ihr kennt Euch in der Theorie nicht gut mit Feminismus aus und wisst nicht, wie Ihr selbst Stellung beziehen wollt, ohne über einige Fakten Bescheid zu wissen? Das Internet ist voll mit tollen Artikeln, mit denen Ihr Euch weiterbilden könnt. Lest Bücher zum Thema Feminismus, klickt Euch durch Blogs und schaut, was Ihr über Gleichberechtigung finden könnt.

– Konsumiert bewusst:
Ein weiterer Schritt ist die Unterstützung von kleinen Labels, die sich für andere Frauen und ihre Community stark machen. Boykottiert Marken, die mit einen antiquierten und sexistischen Frauenbild werben und sie als passives Sexsymbol darstellen.

– Politisches Engagement:
Setzt Euch für Organisationen oder Vereine ein, die die Gleichberechtigung von Frauen fördern und nehmt aktiv an demokratischen Prozessen teil, um die Welt schon im kleinen Rahmen so gut es geht so mitzugestalten so wie Ihr es wichtig findet. Geht wählen und bringt Euch ein!

– Eigene Reichweite und Einfluss nutzen:
Ihr habt einen eigenen Shop, seid auf Euren Social Media Kanälen aktiv, habt vielleicht sogar einen Blog? Nutzt Eure Stimme und unterschätzt Euren Einfluss nicht. Sagt Eure Meinung, macht Euch stark. Dies fängt schon in kleinen Kreis an und somit könnt Ihr andere Menschen erreichen, zum Nachdenken anregen und für Eure Themen sensibilisieren.

– Haltung entwickeln und zeigen:
Niemand wird als Feminist geboren und viele Menschen bezeichnen sich nichteinmal so, obwohl die nach feministischen Prinzipien leben und handeln. Für viele Menschen klingt der Begriff ‘Feminist’ abgedroschen und ist negativ konnotiert. Das könnt Ihr ändern! Macht Euch Gedanken und tauscht Euch aus. Lernt es, gesellschaftliche Missstände zu erkennen, Euch damit auseinanderzusetzen und dann Stellung zu nehmen.

– Alte Rollenmuster hinterfragen:
Auch heute wird selbst in vielen westlichen Kulturen noch oft ein altmodisches Rollenmuster vorgelebt und als Standard gehandhabt. Leider gilt es noch immer nicht als selbstverständlich, dass Männer und Frauen keinem festen Bild entsprechen müssen und dass jeder individuell eine eigene Rolle innerhalb einer Gesellschaft oder Beziehung finden kann. Außerdem: Inzwischen findet man auch viele Männer als Teil der Feminismus-Bewegung. Denn: Beim Feminismus geht es nicht darum, die Machtverhältnisse und Rollenmuster umzukehren und Männer im Umkehrschluss zu diskriminieren.


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Welche Rolle spielt der Weltfrauentag für Euch? Habt Ihr noch weitere Tipps dafür, wie man Feminismus im Alltag ausleben und sich auch schon im kleinen Rahmen engagieren kann?
Wir freuen uns auf Eure Berichte und Eure Anregungen!

 

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Beitrag von Luisa

geschrieben am 08.03.2017 um 10:00 Uhr.

Über Luisa

Lu näht und bastelt für ihr Leben gerne und liebt alle Selbermach-Projekte, die das Leben bunter und schöner machen. » Mehr von Luisa

Ein Kommentar

  1. hadi shokri (09.03.17 11:16 Uhr)

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