Im Interview: Angelina von acid.works

Bei Wuppertal denken die meisten sicherlich an das Wahrzeichen der Stadt – die Wuppertaler Schwebebahn. Ich auch. Und so stell ich mir einfach vor, dass ich mit meiner Interview-Partnerin zu später Stunde über die Dächer der “Großstadt im Grünen” hinweg schwebe und sie plötzlich anfängt zu kichern und euphorisch ruft: “Da unten läuft jemand mit einem meiner Beutel!” Auch wenn es sich so leider nicht zugetragen hat, so bin ich mir sicher, dass man die farbenfrohen Beutel von acid.works auch noch in der Dunkelheit der Wuppertaler Nacht leuchten sehen würde.

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Erfahrt im Interview jetzt noch mehr über acid.works

Bitte stell Dich kurz vor:
Ich heiße Angelina Petersen, bin 32 Jahre alt und lebe in Wuppertal. Zuhause fühle ich mich aber eigentlich nur wenn über mir der Sternenhimmel leuchtet, und ein kleines Feuer vor mir knistert. Dort wo der Verstand zur ruhe kommt und Kreativität wachsen kann.

Ohne DIY könnte ich nicht leben, weil …
Für mich gibt es wenig, das mich so erfüllt wie etwas zu erschaffen. Zusammengefasst aus allem täglichen Erleben, das man mit allen Sinnen erfasst und zu etwas schönem Neuen „formt“. Das ist sehr befreiend und erzeugt ein Gefühl von Glück, das dem Leben einen Sinn gibt. Außerdem ist diese Art von Glück teilbar und überträgt sich auf diejenigen, die etwas von mir sehen auf ihrem Körper tragen oder wie die Beutel auf dem Rücken. Ich bin sehr dankbar und glücklich, dass ich dazu in der Lage bin.

Wie bist Du zu DaWanda gekommen und was hat sich in Deinem Leben seit der Eröffnung Deines Shops verändert?
Warscheinlich beim Störbern vor einigen Jahren. Vor acid.works hatte ich bereits einen Shop bei DaWanda, über den ich Schmuck und Bilder unter meinem Namen Art Confused verkaufte. Und Nachdem ich die Idee mit den Beuteln hatte, dachte ich es macht mehr Sinn dafür einen weiteren Shop zu eröffnen, damit es übersichtlich bleibt. Durch den DaWanda Shop habe ich einen sehr angenehmen Zugang zu meinen Kunden und deren Wünschen bekommen, den ich nicht missen möchte.

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Wie bist Du auf den Namen Deines Shops gekommen?
Das ist eine lange verwirrende und schöne Geschichte, die Bilder der Beutel spiegel sie ein wenig wider und den Namen möchte ich lieber für sich sprechen lassen.

Wie bekommst Du Ideen für neue Produkte und wie sehen Deine Arbeitsprozesse aus?
Die Bilder und Texte sind Dinge, die mich in meinem Leben begleiten und berühren. Natürlich denke ich auch darüber nach was ansprechend sein kann, und lasse mich auch gerne von Freunden & Kunden inspirieren, aber ich weich nicht weit von den Dingen ab, die ich selbst schön finde. Bei Aufträgen ist das nochmal anders, allerdings würde ich keine Motive auf Beutel machen, die ich nicht vertreten kann. Zuerst male ich das schwarze Motiv oder ein Zitat auf einen Beutel, die Farben wähle ich nach Lust und Laune oder passend zum Motiv, ansonsten immer eine gute Portion Regenbogen, bunt macht Menschen einfach glücklich.

Kreatives Tief und nun? Was sind Deine Tipps gegen plötzliche Ideenlosigkeit?
Ich brauche immer Ruhephasen von dem „alltäglichen Stress“. Sonst klappt bei mir gar nichts mehr. Ich gehe oft im Wald spazieren, was nebenbei auch sehr inspirierend ist. Ich mache Yoga und meditiere regelmäßig. Musik hören, ein langes Bad habe ich im Winter für mich neu entdeckt. Und im Sommer bin ich meist auf zwei bis drei Festivals, danach platze ich fast vor neuem kreativen Input.

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Wie machst Du Deine Produkte bzw. Deinen Shop bekannter? 
Ich Lade regelmäßig Bilder über tmblr und Instagram hoch. Das schafft eine große Reichweite. Bei Facebook bin ich ebenfalls, dort habe ich auch schon Gewinnspiele gemacht und habe eine Galerie namens „Happy Customer“. Dort können mir die Käufer der Beutel ihr „Beutel-Bild“ schicken. Da sind schon ein paar sehr schöne bei rum gekommen. Ich finde das gibt dem Label mehr Nähe zum Kunden. Außerdem habe ich Visitenkarten, die ich immer bei mir trage und bei guten Gelegenheiten liegen lasse oder weiter gebe.

Wie siehst Du Deine Zukunft als DesignerIn bzw. KunsthandwerkerIn? Worauf dürfen wir uns noch freuen?
Eins weiß ich sicher: es wird bunt bleiben, egal was noch kommt. Zwischendurch probiere ich mich auch an T-Shirts aus und nähe viel. Aber etwas bestimmtes habe ich bisher nicht im Sinn.

Wenn Du nicht in Deinem Atelier oder in Deinem DaWanda-Shop bist, dann bist Du…
Zuhause, auf meiner Terrasse, in der Natur, beim Yoga oder bei Freunden und Familie.

Nenne bitte Deine drei Lieblingsshops auf DaWanda (mit Links) und verrate uns warum Du sie so magst:
dawanda.com/shop/Linnix: ich finde ihre Sachen unglaublich niedlich und sehr Ausdrucksstark.
dawanda.com/shop/van-branch: ich mag sehr die verschiedenen Holzarten und jedes Mal wenn ich mir die Plugs anschaue, stelle ich mir vor mit wie viel Sorgfalt er jedes kleine Ding wohl herstellt. Ich habe früher in meiner Schulzeit viel mit Holz gearbeitet, daher kommt wahrscheinlich dieses Empfinden.
dawanda.com/shop/Evelyne-Goldstein: von ihr habe ich mir zu Weihnachten eine Kette schenken lassen. Ich habe zu vor nach Opal-Ketten geschaut, da ich diese Steine wunderschön finde. Und dann fand ich ihre Seite. Die Schmuckstücke sehen so natürlich aus in ihren einzigartigen Formen. Auch hier spürt man schon beim Anschauen die Freude und Liebe die in jedem Anhänger steckt.

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Welchen Ratschlag würdest Du jemandem geben, der vor hat seine kreativen Träume zu verwirklichen? Was würdet Du DaWanda-Neulingen raten?
Für mich war immer der Weg das Ziel. So hatte ich eigentlich immer nur Erwartungen was die Umsetzung betraf, also das „Tun“ an sich. „Der Erfolg“ stellt sich, wie man so schön sagt, dann irgendwann von selbst ein. Aber mit der Erwartung schnell und viel Geld zu verdienen scheitert man denke ich ziemlich schnell, da es zu viele Enttäuschungen mit sich bringen kann, wenn das der Anspruch ist. Und ich denke es ist wichtig eine Auseinandersetzung mit seinen Ängsten zu führen, da diese manchmal sehr subtil auf uns wirken und uns ausbremsen. Wirklich Angst müssen wir nämlich vor nichts haben, es gibt immer eine Lösung und die kommt wenn sie benötigt wird. Nur nicht aufgeben.

Was willst Du in Deinem Leben noch erreichen?
Erstmal möchte ich meinen Laden, den ich vor einem Jahr eröffnet habe, ausreichend festigen und genießen. Im Moment beziehen sich meine zukünftigen Wünsche eher auf den Bereich außerhalb der Arbeit/Kreativität. Das ist und bleibt sowieso ein Grundbestandteil meines Lebens und der muss sich frei bewegen können, daher gibt es nichts was ich erreichen will nur Dinge, die ich erleben möchte. Es gibt aber immer wieder Ideen, deren Umsetzung ich erreichen will und das mache ich mit einem Großteil dann auch.

Was ist dein Lieblingstier?
Katze.

Dein Schlusswort?
„It is no measure of health to be well adjusted to a profoundly sick society.“

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Wenn Ihr auch im Montagsinterview vorgestellt werden möchtet, müsst ihr dazu bloß online unseren Fragebogen ausfüllen.

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Beitrag von Philipp Dunkel

geschrieben am 03.10.2016 um 10:00 Uhr.

Kategorie: Interviews

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7 Kommentare

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