Im Interview: ranipink

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Heute nehmen wir Euch mit nach Marokko.
Leuchtende Farben, schimmernde Stoffe und unglaubliche Landschaften – Petra alias ranipink ist fasziniert von dem fremden Land. Jeder Quadratzentimeter in ihrem Shop berichtet von ihrer Liebe zu dem nordafrikanischen Land. Türrollen aus Brokat, Tuniken in leuchtenden Farben aus Seide und Kissen mit den detailsreichsten Stickereien, Petras Shop ist wie ein Reich aus 1001 Nacht.

Bitte stell Dich kurz vor:
Ich bin Petra, aufgewachsen unter bayrisch blau-weißem Himmel vor den Alpen, deswegen liebe ich Marrakesch. Der Blick, wenn man aus dem Flughafengebäude tritt so ist wie Zuhause. Nur das in Bayern in den Alpen keine Palmen wachsen. Mittlerweile wohne ich im Mittelnorden in Deutschland und man findet mich meistens in meinem Atelier vergraben unter Seide in leuchtenden Farben. Wenn ich nicht gerade ein paar Stunden die Woche bei H&M hinter der Kasse stehe oder mit dem fliegenden Teppich in Nordafrika unterwegs bin.

Wie hast Du Deine kreative Ader entdeckt?
Kreativität ist in unserer Familie immer schon da gewesen, u.a. meine Oma, die fantastisch strickt und stickt, meine Mama die viele Schachteln mit Materialschätzen im Keller hatte. In meiner Kindheit waren wir viel in Museen, Kunsthandwerkermärkten und auf Mineralienmessen unterwegs. Eine holländische Freundin meiner Eltern hat mich damals schon total beeindruckt, sie war Töpferin und hatte ein fantastisches, altes Haus am Ammersee und ich war von Ihrem Stil einfach fasziniert. Meine Eltern haben mir auch immer die Freiheit gelassen kreativ zu sein, egal ob ich die Wände in meinem Zimmer in leuchtenden Zitrusfarben gestrichen habe, aus alten Raketenkisten der Bundeswehr mit limettengrüner Wandfarbe und Hasenstalldraht Schränke gebaut habe oder später dann meine alte Vespa lackiert habe. Dazwischen habe ich mit Seidenmalerei, batiken, stricken, häkeln, nähen, sticken und allem was mir so eingefallen ist experimentiert.

Woher beziehst Du Deine Inspiration?
Ich liebe es, einfach nur zu beobachten, Farben, Strukturen, Stimmungen, Licht, Menschen und Augenblicke. Besonders wenn ich unterwegs bin sauge ich alles auf wie ein Schwamm, nach und nach entstehen dann dadurch meine Produkte. Bilder von meinen Reisen könnt Ihr übrigens auf meinem Blog ranipink finden.

Hast Du Vorbilder im Bereich Design? Falls ja, wen und warum?
Es gibt da eigentlich niemanden bestimmten, am allermeisten beeindruckt mich fantastisches Kunsthandwerk, egal woher es kommt. Speziell mag ich aber die Architektur, Kunst und Handwerk in Nordafrika, da raubt es mir oft den Atem vor soviel schönen Dingen.

Wie kamst Du auf die Idee für die Produkte in Deinem DaWanda-Shop?
Alle meine Produkte, egal ob Kleidung oder Accessoires sind aus meinen persönlichen Vorlieben entstanden, viele Dinge mache ich seit Jahren egal ob sie im Trend sind oder nicht.

Mit welchen Materialien arbeitest Du bei der Herstellung Deiner Produkte?
Seide, Leinen und Wolle. Ich arbeite mit Ethno und Vintage-Textilien aus dem Orient, Afrika und Asien, Glasperlen und alte Perlen und Materialien.

Beschreibe bitte kurz Deinen kreativen Arbeitsprozess:
In meinem Kopf sieht es aus wie in einem großen Couscoustopf, alle Zutaten hinein geschmissen, gut umgerührt und es kocht – non-stop. Wie beim Kochen habe ich immer vorher schon alle Zutaten, das Material wird betrachtet und dann entsteht die Idee für das Produkt.

Wie würdest Du Deinen Stil beschreiben?
Hinter jedem Produkt steht eine kleine Geschichte, meistens eine Erinnerung an einen Tag oder eine Begebenheit, oft erzählt das Material auch schon eine Geschichte. Mein Stil sind tragbare Produkte mit einem Stückerl Orient, 1001 Farben, handgenähte und handbestickte Kostbarkeiten.

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Wer sind Deine Kunden?
Meine Kunden kommen mittlerweile von überall her, national und international.

Welche Rolle spielt DaWanda für Deine kreative Tätigkeit?
Mein Shop auf DaWanda ist für mich persönlich definitiv die beste Möglichkeit mit geringem Aufwand online zu verkaufen.

Was hat sich für Dich verändert, seit Du Deinen DaWanda-Shop eröffnet hast?
Ich wünsche mir ein kleiner Octopus zu sein, mit ganz vielen Armen.

Ist Dir auf DaWanda schon einmal etwas Ungewöhnliches passiert?
Im Frühsommer hat bei mir ein Mädchen eingekauft und danach haben wir festgestellt, dass wir beide Essaouira, eine Stadt an der Atlantikküste in Marokko einfach lieben. Seitdem versuchen wir uns dort mal zu treffen.

Wie siehst Du Deine Zukunft als Designerin?
Gute Frage. Ich weiß es nicht, ich möchte das, was ich mache noch lange machen und ich freue mich über jeden Kunden, der meine Produkte mit Begeisterung kauft und trägt. Mein Traum ist irgendwann mal in einer Wüstenoase mit meiner Nähmaschine und einem Dromedar zu sitzen und meine Packerl von dort aus in die Welt zu versenden. Wer weiß, das Leben ist eine Überraschung!

Dein Schlusswort:
Ich war traurig weil ich keine silbernen Fingerringe besaß, bis ich jemanden traf der keine Finger hatte. (Wörter aus der Wüste)

P.S.: Wenn Du auch im Montagsinterview vorgestellt werden möchtest, sende bitte Deinen ausgefüllten Fragebogen an [email protected].

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Beitrag von Anna

geschrieben am 06.12.2010 um 11:14 Uhr.

Kategorie: Interviews

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Über Anna

Anna ist Social-Media-Expertin, DIY-Fräulein und absolut Hundeverrückt. » Mehr von Anna

2 Kommentare

  1. Ute (07.12.10 09:07 Uhr)

    Ein wunderschöner Shop – auch das Geschäft in Hannover, das ich mir schon angesehen habe.
    Und eine liebe nähende Dawanda-Kollegin :-)
    Winterliche Grüße aus dem Harz von Ute

  2. Heike (07.12.10 19:14 Uhr)

    Ganz tolle Produkte. Zwei Türrollen verschönern unser Büro und ziehen alle Blicke auf sich. Grüße aus Bayern

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