Im Interview: mimi-bags

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DaWanda ist multikulti.
Wir freuen uns immer wieder über Hersteller, die wunderbare DaWanda-Shops aus dem Ausland betreiben. Eine der erfolgreichsten Desingnerinnen ist Melih aus der Türkei. Unter dem Namen mimi-bags verkauft die in Krefeld aufgewachsene Türkin handgestrickte Taschen, Stulpen, Ponchos und Schals. Mit mehr als 1200 Verkäufen ist Melih super erfolgreich und ständig auf der Suche nach neuem Garn.

Wie aus mimi-bags ein Familienunternehmen wurde und warum sich eine eigene Homepage für die Deutsch-Türkin nicht gelohnt hat, erzählt sie im Interview. Faden los!

 

Bitte stell Dich kurz vor:
Ich bin die Melih, werde aber von Familie und Freunden “Mimi” gerufen. Aufgewachsen bin ich in Krefeld und als Teenager in die Türkei gekommen.In Istanbul habe ich Germanistik studiert und nach dem Studium angefangen in der Modebranche zu arbeiten. Nach über 20 Jahren in meinem Job habe ich mich dann entschieden, etwas kürzer zu treten und mein Hobby “Stricken/Häkeln” in den Vordergrund zu stellen.

Wie hast Du Deine kreative Ader entdeckt?
Kreativ war ich schon als kleines Kind. Basteln, häkeln und stricken hat mir schon immer viel Spaß gemacht. Ich kann mich noch an meine erste, selbstgestrickte Tasche erinnern, die ich stolz zur Schule ausgeführt habe. Malen und zeichnen mochte ich auch sehr gerne, während meiner Tätigkeit in der Modebranche habe schließlich ich entdeckt, das auch das Designen mir liegt. Das Spielen mit Formen und Farben machte mir großen Spaß und ein gelungenes Resultat wiederum große Freude.

Woher beziehst Du Deine Inspiration?
Von überall. Das hat die Modebranche mir antrainiert. Ich halte die Augen immer offen, sei es auf der Straße, in einem Café, wo auch immer. Wenn ich etwas Interessantes sehe oder mir eine Idee kommt, wird es schnell notiert, fotografiert oder eine grobe Skizze gemacht .Zu Hause wird diese Idee dann weit möglichst umgesetzt.

Wie kamst Du auf die Idee für die Produkte in Deinem DaWanda-Shop?
Auf die Idee hat mich eine liebe Freundin (Silvia aus München) gebracht bzw., auf die Idee, meine Taschen zu verkaufen.Bei einem Plausch mit Prosecco auf Eis fragte sie mich, warum ich meine Taschen eigentlich nicht verkaufe. Taschen habe ich schon immer gehäkelt oder gestrickt und sie dann verschenkt oder sie stapelten sich einfach bei mir in der Wohnung. Wir haben dann darüber gegrübelt, wie ich mich und meine Taschen am Besten bekannt mache. Kurze Zeit später habe ich eine Homepage für meine “mimi-bags” erstellen lassen und dort die ersten Taschen verkauft. Kurz darauf bin ich im Internet per Zufall auf DaWanda gestoßen. Das war super und genau mein Ding! Die Kosten für meine Homepage hätte ich mir wirklich sparen können! Zaghaft habe ich hier meinen Shop eröffnet und die ersten Taschen eingestellt. Heute kann ich mir keinen Tag mehr ohne DaWanda vorstellen.

Mit welchen Materialien arbeitest Du bei der Herstellung Deiner Produkte?
Bei meinen Taschen verwende ich gerne feste Garne mit Acrylmischung. Je höher der Acrylanteil ist, desto standfähiger wird die Taschenform und außerdem fusseln sie dann nicht so schnell. Bei meinen Schals achte ich natürlich darauf, dass Wollanteil im Garn ist und dass es schön weich ist.

Beschreibe bitte kurz Deinen kreativen Arbeitsprozess:
Meine Gedanken kreisen nonstop. Ich brauche Garn nur von weitem zu sehen und schon habe ich im Kopf, was ich daraus machen möchte. Mindestens einmal in der Woche bin ich in der Stadt und mache die Garnläden unsicher. Zu Hause angekommen mit meinen “Schätzen” entscheide ich dann, aus welchem Garn welches Produkt gemacht werden soll. Demzufolge kann es mal eine Tasche sein, mal ein Schal und mal eine zarte Häkelstola. Das Garn leitet mich regelrecht. Deshalb ist es für mich etwas schwer, auf Bestellung zu arbeiten. Ich lasse mich gern vom Garn inspirieren und entscheide spontan, was ich daraus mache. Wenn die Tasche fertig ist, dann muss ich sie zum Schneider fahren, denn das Futter einnähen kann ich leider nicht. Danach kommen die Aufgaben “Produkt fotografieren und einstellen”. Leider habe ich niemanden, der mir das abnehmen kann, aber was nützen die schönsten Taschen und Schals,aufbewahrt in Kisten, wenn sie nicht fotografiert werden.

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Wie viel Zeit verbringst Du in der Regel pro Woche mit der Herstellung Deiner Produkte?
Ich bezeichne mich als Workaholic und verbringe fast jede freie Minute mit der Entwicklung oder Herstellung meiner Produkte. Zur Zeit noch als Hobby. Mein Ziel ist, aus “mimi-bags” eine kleine Marke zu machen und in Zukunft als Gewerbe betreiben zu können.

Wie würdest Du Deinen Stil beschreiben?
Romantisch? Sportlich? Elegant? Es ist schwer für mich, mich auf eine Stil festzulegen.

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Wer sind denn die typischen „mimi-bags“-Kunden?
Hm, dass kann ich schwer einschätzen. Allerdings hatte mir letztens eine Kundin geschrieben, dass aus ihrer Familie die unterschiedlichsten Altersgruppen von meinen Taschen sehr angetan wären. Sie selbst (die Oma), die berufstätige Tochter und die Enkelin im Teenageralter. Anscheinend spreche ich eine breitere Pallette an.

Welche Rolle spielt DaWanda für Deine kreative Tätigkeit?
DaWanda spielt eine riesige Rolle, die positiven Feedbacks spornen mich nur noch mehr an.

Was hat sich für Dich verändert, seit Du Deinen DaWanda-Shop eröffnet hast?
Sehr viel hat sich verändert. DaWanda bestimmt meinen Alltag. Ich musste meine Mama zur Hilfe holen und noch einige weitere Helferinnen Seit ich meinen DaWanda-Shop eröffnet habe, betreue ich meine eigen Homepage fast gar nicht mehr und mein Ziel, mich aus der Modebranche zurückzuziehen und mich nur noch um meine Taschen & Co. zu widmen, rückt dank DaWanda immer näher.

Nenne bitte Deine drei Lieblingsshops auf DaWanda:
Janosch Design (meine erste Kundin auf DaWanda)
Ladyville (tolle Nähanleitungen, mit denen ich meine ersten Beuteltaschen nähte)

Ist Dir auf DaWanda schon einmal etwas Ungewöhnliches passiert?
Mein Highlight war im vorigen Jahr, als meine Täschchen in der „Freundin“ abgebildet waren. Das habe ich DaWanda zu verdanken.

Wie siehst Du Deine Zukunft als Designerin?
Ich hoffe, gut! Es soll so bleiben, wie es ist und immer so weiter gehen.

Dein Schlusswort:
Ich bin überaus glücklich, meine kreative Ader bei DaWanda austoben zu können und möchte herzlich gerne, dass alles so bleibt, wie es ist:-) Danke!

P.S.: Wenn Du auch im Montagsinterview vorgestellt werden möchtest, sende bitte Deinen ausgefüllten Fragebogen an interview@dawanda.com.

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Beitrag von Anna

geschrieben am 22.11.2010 um 11:47 Uhr.

Kategorie: Interviews

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Über Anna

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