DIY: Seife selbermachen

Die Hafer-Peeling-Seife zum Selbermachen ist ein Hochzeitsgeschenk mit ganz persönlicher Note. In das Geheimnis der Seifenherstellung weiht uns DaWanda-Verkäuferin Alentejoazul aus Portugal ein. Das Beste: Diese Seife duftet nicht nur toll, sie peelt und pflegt zugleich. Da sich wohl auch frisch gebackene Ehepaare waschen müssen, ist die handgemachte Seife ein tolles Geschenk zur Hochzeit.

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Viel Spaß mit der Anleitung!

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Und das brauchst Du:

Arbeitsgeräte

  • ein Kochtopf aus Edelstahl oder emailliert zum Schmelzen der Fette
  • ein hitzebeständiges Litermaß aus Plastik zum Mixen der Lauge
  • eine digitale Küchenwaage
  • ein Gummispachtel
  • ein Kochlöffel aus Plastik
  • ein kleiner Plastikbecher (z.B. Margarinebecher) zum Abwiegen des Ätznatrons
  • ein Paar Gummihandschuhe
  • eine Schutzbrille
  • eine Silikon-Kuchenform
  • ein Kittel oder Schürze
  • eine Rolle Küchenpapier
  • Zeitungspapier zum Abdecken der Arbeitsfläche
  • Gefrierbeutel
  • eine alte Wolldecke oder ein dickes Handtuch
  • ein Messer
  • ein Karton

Zutaten

  • 400 g reine Sonnenblumen-Margarine
  • 250 g Kokosnußöl (z.B. Palmin)
  • 250 g Olivenöl
  • 330 g destilliertes Wasser
  • 137 g NaOH
  • 5 EL feine Haferflocken

Wichtige Hinweise

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Bitte KEINE Utensilien aus Aluminium verwenden, denn Natron zerstört Aluminium. Nur Behälter aus Edelstahl, Plastik & emaillierte Behälter dürfen verwendet werden. Die Küchenarbeitsplatte/der Tisch sollte mit Zeitungspapier abgedeckt werden. Die Arbeitsgeräte (Töpfe, Plastikbehälter, Kochlöffel und Spachtel) sollten nur zur Seifenherstellung und nachher NICHT mehr zum Kochen benutzt werden.

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So geht’s:


1. Lauge anrühren (dabei unbedingt die Schutzbrille aufsetzen sowie die Gummihandschuhe und Schürze anziehen. Kinder und Tiere sollten dabei nicht anwesend sein, denn die konzentrierte Lauge ist stark ätzend.)

2. In dem hitzebeständigen Litermaß das kalte destillierte Wasser genau abwiegen.

3. Im Plastikbecher (z.B. Margarinebecher) vorsichtig das NaOH (Ätznatron) genau abwiegen und den Behälter des NaOH danach sofort wieder gut verschließen.

4. Im Freien, am offenen Fenster oder unter der eingeschalteten Dunstabzugshaube lässt man nun vorsichtig das Ätznatron in das destillierte Wasser unter stetigem Rühren einrieseln. Vorsicht: Es wird sofort sehr heiß und giftige Dämpfe entstehen! Beim Rühren den Kopf daher bitte abwenden und möglichst nicht einatmen. Etwa ein bis zwei Minuten rühren, bis die Flüssigkeit wieder klar geworden ist und keine Kristalle mehr sichtbar sind.

5. Das Litermaß mit der heißen Lauge nun in das Spülbecken stellen und ca. eine Stunde abkühlen lassen. Den Kochlöffel abspülen.

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6. Fette und Öle abwiegen. Dabei zuerst die harten Fette (Kokosfett, Margarine) abwiegen und in einen Topf geben, danach das Olivenöl in einem anderen Behälter abgewogen bei Seite stellen.

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7. Die harten Fette werden nun bei sanfter Hitze auf dem Herd unter ständigem Rühren geschmolzen. Sobald die Fette flüssig sind, wird der Herd abgeschaltet.

8. Die Lauge sollte nun auf Zimmertemperatur abgekühlt sein, was man außen am Litermaß mit der Hand fühlen kann.

9. Die Arbeitsfläche großzügig mit Zeitungspapier auslegen, Gummihandschuhe und Schutzbrille anziehen. Wählen Sie dabei einen Ort aus, an dem die Seifenform nach dem Befüllen mindestens 24 Stunden stehen kann.

10. In den Topf, in dem sich das 30 bis 40ºC warme geschmolzene Fett befindet, wird nun das Olivenöl gegossen. Unter ständigem Rühren wird die abgekühlte Lauge langsam in den Topf dazu gegeben. Solange rühren, bis die Seifenmasse andickt. Die Seifenmasse sollte die Konsistenz einer dicken Cremesuppe haben.

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11. Die Haferflocken unter das Fett-Laugen-Gemisch rühren und kräftig weiter rühren, bis alles gut vermischt ist.

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12. Die angedickte Seifenmasse wird nun in die Silikonform gegossen und die Reste im Topf mit einem Gummispachtel ausgeschabt. Die Seife sofort mit einer transparenten Plastikfolie abdecken. Anschließend eine Wolldecke oder ein Handtuch auf die Form legen. Die Seife muss mindestens 24 Stunden ruhen.

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13. Nach 24 Stunden kann die Wolldecke entfernt werden und mit dem Finger (dazu bitte Handschuhe tragen) die Konsistenz prüfen. Wenn die Seife richtig fest ist, kann die Folie abgezogen werden und die Seife aus der Form gestürzt werden.

14. Schneiden Sie die Seife mit einem Messer in Stücke und stellen Sie die Stücke auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Karton zum Trocknen auf.

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15. Die Seife muss nun an einem trockenen und luftigen Ort mindestens vier bis sechs Wochen trocknen. Dabei vervollständigt sich der Verseifungsprozess und die Seife wird milder, denn auch der ph-Wert sinkt in dieser Zeit noch etwas.

Weitere handgemachte Seifen, ob edele Wildrosenseife oder verlockende Lafendelseife, gibt’s im DaWanda-Shop Alentejoazul. Ein wunderschönes wie einzigartiges Geschenk zur Hochzeit.Unter dem DaWanda-Special Traut Euch! findest Du weitere tolle Ideen für den schönsten Tag im Leben.

Möchtest Du uns auch Deine Anleitung schicken? Fülle einfach die Vorlage aus (hier herunterladen, gute Fotos nicht vergessen!) und schicke sie uns an anleitung@dawanda.com. Die ausgewählten Anleitungen werden in unserem Blog und meist auch bei der beliebten Seite Brigitte.de veröffentlicht!

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Beitrag von DaWanda

geschrieben am 28.05.2010 um 09:00 Uhr.

6 Kommentare

  1. Lizeth (17.06.10 13:19 Uhr)

    Das Rezept finde ich einfach fantastisch, Vielen Dank auch für die ausführlichen Erklärungen.

  2. Tamara (25.10.10 10:43 Uhr)

    … finde ich ganz toll erklärt von Dir !

  3. Tamara (25.10.10 10:44 Uhr)

    … so trauen sich bestimmt auch Laien über die Seifenherstellung mit NaOH. LG

  4. Naturkosmetik Fan (13.04.11 15:57 Uhr)

    Selbst gemacht ist immer noch am Besten :) Da kommen einem auch keine versteckten Inhaltsstoffe unter und tierversuchsfrei ist es auch noch – hoffe ich zumindest ;)

  5. Karina (02.11.11 18:58 Uhr)

    Vielen Dank für die tolle Anleitung. Ich rate aber unbedingt vom Gebrauch von Kokosfett/Palmin ab. Diese wird aus Palmöl gewonnen, und dessen Anbau und Abbau bedroht die tropischen Regenwälder besonders in Indonesien in katastrophalen Ausmaßen. Die Folgen für die Tierwelt sind furchtbar! Der Lebensraum von den wenigen dort noch lebenden Orang Utans wird systematisch zerstört!

    Es wäre toll wenn das Rezept so abgewandelt würde, dass es ohne Kokosfett auskommt!

    Informationen welchen ökologischen Schaden der Abbau von Palmöl verursacht findet ihr bei:

    http://borneoorangutanhilfe.de/

    http://www.greenpeace.de/themen/klima/kampagnen/klimaschutz/detail/artikel/zerstoerte_waelder_klimawandel_und_indonesisches_palmoel/

  6. Traum vom Schaum. « Kompromisslos toll. (25.01.12 08:37 Uhr)

    […] machen. Wie toll ist das denn? Dachte ich, nachdem hier gesehen. Wer es wirklich möchte: Man braucht viel Kram. Ist der aber erstmal da, machts Spaß. Wie […]

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