Im Interview: Anne von HabenHaben

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Heute stellen wir euch Anne vom Label HabenHaben vor. Wer sie noch nicht kennt, wird sicher von ihren zauberhaften Etageren begeistert sein, die sie in liebevoller Handarbeit zu Hause herstellt. Sie liebt schönes Porzellan, welches die Grundlage für ihre kreative Arbeit darstellt und aus welchem sie ihre tollen Unikate zusammen setzt. Erfahrt im Interview mehr über sie, ihren Schaffensprozess und ihren Stil.

Bitte stell Dich kurz vor:

Mein Name ist Anne, ich bin 30 Jahre alt und lebe und arbeite in Münster. Nachdem ich 2 Jahre in Holland Fotografie studiert habe, bin ich zum Grafikstudium vor 9 Jahren hierher gekommen und bis heute geblieben.

Durch unseren Umzug in eine größere Wohnung vor einem halben Jahr habe ich nun – zur großen Freude meines Freundes – endlich auch ein eigenes Arbeitszimmer, in dem ich viel und gerne Zeit verbringe. Das heißt für meinen Freund, keine dauerhaften Porzellanstapel und sehr empfindliche, weil frisch geklebte Etageren, mehr im Wohn- und Schlafzimmer.

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Wie hast Du Deine kreative Ader entdeckt und wer inspiriert Dich? Hast Du Vorbilder im Bereich Design? Wenn ja, wen und warum?

Ich habe meistens konkrete Vorstellungen davon, wie etwas aussehen soll. Wenn ich trotz langem Suchen nicht das Passende für mich finde, fange ich selbst an zu basteln. So sind auch die ersten Etageren entstanden.

Wie kommst Du auf die Idee für neue Produkte und mit welchen Materialien arbeitest Du vornehmlich und warum?

Meine große Leidenschaft gilt dem Porzellan und sobald ich ein besonders schönes Teil finde, plant mein Kopf schon die Verwendungsmöglichkeiten.

Beschreibe kurz Deinen kreativen Arbeitsprozess:

Ich achte besonders auf schöne Farbzusammenstellungen, das ist für mich das Wichtigste. Wenn Dekore farblich für mich nicht hundertprozentig harmonieren, haben sie bei mir keine Chance. Ich würde nie etwas kombinieren, das ich selbst nicht mag.

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Wie würdest Du Deinen Stil beschreiben und was kennzeichnet ihn?

Meine Etageren sind eher unkonventionell und manchmal auch für den einen oder anderen überraschend kombiniert. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um teures Markenporzellan, ausgefallene Flohmarktstücke oder Omas Sonntagsservice handelt. Hergestellt wird, was (mir) gefällt.

Wer sind Deine Kunden und was ist Dein Verkaufsschlager?

Meistens sind es Frauen, die Porzellan genauso lieben wie ich und denen es oft schwer fällt, sich für eine bestimmte Etagere zu entscheiden. Manchmal melden sich auch Männer bei mir, dann aber meistens im Auftrag für ein Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk.

Wie siehst Du Deine Zukunft als DesignerIn bzw. KunsthandwerkerIn? Worauf dürfen wir uns noch freuen?

Solange ich noch Spaß an der Arbeit mit diesen Dingen habe, mache ich auf jeden Fall weiter. Wer weiß wohin mich das noch führt und wie weit ich komme. Schließlich hat alles damit angefangen, dass ich für mich selbst eine Etagere gebaut habe und jetzt habe ich einen gut laufenden Shop bei euch…

Hast Du „Kollegen“, mit denen Du Dich über Techniken, Tricks und Ideen austauschst? Wie wichtig ist Dir das Netzwerken mit anderen Kreativen?

Ich habe viele kreative Menschen in meiner direkten Umgebung, was ich als sehr angenehm empfinde. So kann man sich gegenseitig inspirieren, austauschen und weiter bringen. Mit meiner Freundin Tina – die auch Grafikerin ist – habe ich HabenHaben gegründet, mittlerweile mache ich es alleine, aber sie steht mir immer als Beraterin und vor allem als Kritikerin zur Seite. Ohne sie hätte es HabenHaben wohl nicht gegeben.

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Nenne uns Deine liebsten Orte im Netz (Blogs, Webseiten, Portale etc.):

Pinterest, baubauhaus, solebich, etsy, und natürlich DaWanda.

Wie bewahrst Du Dir ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit?

Da die kreative Arbeit mit dem Porzellan im Gegensatz zu meinem Arbeitsalltag eher entspannend ist – außer in der Weihnachtszeit, wie ja die Shopinhaber wissen ;-)  – verbringe ich gerne viel Zeit damit und muss mich eigentlich nie dazu überwinden.

Welche Rolle spielt DaWanda für Deine kreative Tätigkeit und was hat sich für Dich verändert, seit dem Du Deinen DaWanda-Shop eröffnet hast?

Durch DaWanda ist aus meiner Leidenschaft für Porzellan mehr geworden. Mir bietet sich hier die Möglichkeit, diese Leidenschaft mit anderen zu teilen. Der Zeitaufwand ist natürlich viel größer geworden, aber das Interesse und die positiven Rückmeldungen meiner Kunden ist immer wieder eine schöne Bestätigung für mich.

Außerdem ist es toll mit so vielen netten Menschen in Kontakt zu kommen und zu kommunizieren.

Welchen Ratschlag würdest Du jemanden geben, der vor hat seine kreativen Träume zu verwirklichen? Was würdest Du DaWanda-Neulingen raten?

Wenn du Spaß an der Sache hast ist das Ergebnis eigentlich immer gut. Also wage den ersten Schritt und fang an.

Wichtig finde ich die Präsentation der Produkte. Man braucht gute Fotos und eine genaue Produktbeschreibung damit keine Fragen offen bleiben. Dafür sollte man auch ruhig ein wenig Zeit investieren.

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Nenne bitte Deine drei Lieblingsshops auf DaWanda (mit Links) und verrate uns warum Du sie so magst:

  • nice design: wunderschöne Broschen, Ketten etc. aus Holz in schönen Farben und grafischen Mustern
  • Nadja: super Monster-Illustrationen
  • Tante Tin: sooo süß diese Wolkentasche… oder das Fuchskissen… oder das Anker-Shirt… oder oder oder

Dein Schlusswort?

Durch DaWanda hat sich mir eine ganz neue Welt eröffnet, die mein Leben positiv beeinflusst und mittlerweile auch bestimmt. Es macht Spaß für sich selbst zu arbeiten und das Ergebnis an Menschen weiter zu geben, die diese Arbeit zu schätzen wissen.

P.S.: Wenn Ihr auch im Montagsinterview vorgestellt werden möchtet, sendet bitte Euren ausführlich ausgefüllten Fragebogen an Anna unter interview@dawanda.com. Fotos im Querformat nicht vergessen!


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Beitrag von Luisa

geschrieben am 28.01.2013 um 10:00 Uhr.

Kategorie: Interviews

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Über Luisa

Lu näht und bastelt für ihr Leben gerne und liebt alle Selbermach-Projekte, die das Leben bunter und schöner machen. » Mehr von Luisa

Ein Kommentar

  1. Núria (28.01.13 17:29 Uhr)

    sie macht eine unglaubliche Arbeit

Kommentar