Monika von MonaLina lebt in Griechenland, ist Keramikerin und verschönert mit außergewöhnlichen Prints Geschirr und Schmuck. “Meine Arbeit ist mein Hobby. Seit über 20 Jahren übe ich den Beruf aus. Ich hoffe, dass ich durch das Internet noch weiter 20 Jahre im Geschäft sein werde”, so die 51-jährige Weltenbummlerin. Wir hoffen, dass sie mit Ihren einzigartigen Stücken auch Euch den Alltag verschönert.
Bitte stell Dich kurz vor:
Ich bin Monika und bin in Berlin geboren als mein griechischer Vater und meine deutsche Mutter dort zusammen Architektur studierten. Seit meiner frühsten Kindheit lebe ich in Athen und habe in Griechenland und Frankreich Keramik studiert. Seit 1985 arbeite ich als Keramikerin, ich bin verheiratet, Mutter zweier Kinder, die 20 und 23 Jahre alt sind. Wir leben alle in einem alten renovierten Einfamilienhaus zusammen mit einem Hund namens Tsiki, einen Kater, dem frechen Pier und eine Wasserschildkröte die Betty heißt. Die alle hatten kein Zuhause, man hat sie ausgesetzt. Ich liebe die Natur, recycelt Produkte und Kunst.
Wo entstehen Deine Produkte und wie viel Zeit verbringst Du in der Regel pro Woche mit der Herstellung Deiner Produkte?
Dafür habe ich meine Werkstatt in unserem Einfamilienhaus. Meine beiden Kamine stehen in einem extra Zimmer. Außer der Herstellung meiner Produkte benötige ich viel Zeit für das Zeichnen der Motive, das Präsentieren der Ware im Internet und für das Einpacken und verschicken der Ware. Deswegen lässt sich die Zeit nicht genau berechnen aber ich würde mal sagen so ca. 38-40 Stunden pro Woche brauche ich für alles zusammen.
Wie hast Du Deine kreative Ader entdeckt und wer inspiriert Dich?
In meiner Familie sind fast alle künstlerisch begabt und ich bin froh, dass ich schon seit meiner Kindheit reichlich Inspiration bekam. Mein Vater und mein Großvater haben Architektur in Deutschland studiert. Meine Mutter ist Architektin, Keramikerin und Bildhauerin. Als ich Studentin war da gab es in Griechenland nur die wunderbare altgriechische Kultur zu sehen. Also reiste ich oft nach England, Frankreich, Italien und Deutschland. Es war die Zeit als ich meine künstlerischen Wurzeln entdecken konnte und die Kunst, die ich nur aus Büchern kannte, endlich vor mir hatte. Paris und Berlin waren natürlich meine absoluten Traumstädte. Internationale Keramik-Ausstellungen in italienischen Städten wie Vallauris und Fayence, Biennale in Venedig und Besuche in Museen wie Louvre, Musée d’Art Moderne und Art Dekorative öffneten meinen Horizont.
Wie kommst Du auf die Idee für neue Produkte und mit welchen Materialien arbeitest Du vornehmlich und warum?
Alltägliche Sprüche, Kunst aus allen Bereichen wie Malerei, Keramik, Design, Architektur oder im Theater – dort finde ich meine Ideen. Weitere Ideen bekomme ich bei Kunstsendungen, die ich im Internet oder im TV sehe, in der Literatur oder auch einfach Straßen-Graffitis inspirieren mich. Meine Formen stelle ich mit Steingut her, weil ich seine Stabilität und Ausdauer sehr schätze. Mit Porzellan kreiere ich meinen feinen Schmuck weil man diese Sanftheit und tolle weiße Farbe mit keinem anderen Material erreichen kann. Meine selbst hergestellten Schmuck-Stücke kombiniere ich dann mit natürlichen Produkten wie Lederbändern, handgefärbte Seiden-Bänder, Silberdraht und Ketten aus Kupfer oder chirurgischem Stahl, um ein angenehmes Gefühl beim Tragen zu ermöglichen.
Beschreibe kurz Deinen kreativen Arbeitsprozess:
Ich fertige die Schmuckstücke von Hand aus einer Porzellan-Platte. Dann wird eine Glasur aufgetragen und die Schmuckstücke werden gebrannt bis sie eine Porzellan-Brennen-Temperatur erreicht haben. Nun beginnt der Spaß, ich kann meine digital bearbeiteten Bilder anwenden. Die Bilder brenne ich zur Stabilisierung bei über 1000 Grad auf die Glasur. Die fertigen Porzellanstücke kombiniere ich dann mit gekauften oder selbstgemachten Kreolen, Broschen und Ketten. Die Materialien, die ich benutze, suche ich immer mit Liebe zum Detail aus.
Wie würdest Du Deinen Stil beschreiben und was kennzeichnet ihn?
Ich würde wahrscheinlich meinen Stil als schlicht und einfach beschreiben, meine Porzellanformen sind geometrisch und minimal gehalten. Für die Dekoration mische ich nostalgische und romantische Bilder, Steampunk-Abbildungen und Blumen-Motive mit frechen Sprüchen, Comic-Zeichnungen und Wörter. Amerikaner bezeichnen den Stil als Shabby Chic, könnte passen.
Wer sind Deine Kunden und was ist Dein Verkaufsschlager?
Es sind meistens junge Mädchen und Frauen zwischen 30-40 Jahre. Sie wollen oft einen persönlich ausgesuchten Spruch oder einen positiven Satz als Inspiration oder als ein einmaliges Geschenk. Es sind Leute, die etwas Außergewöhnliches suchen und die einen guten Humor besitzen. Verkaufsschlager sind bekannte Zitate, alte Blumenmotiven (Chintz), Bilder und Texte aus Alice im Wunderland und Comic-Bilder wie die Katze mit dem Vogel oder der Vogel mit dem Herzchen.
Wie siehst Du Deine Zukunft als DesignerIn?
Ich experimentiere im Moment mit verschiedenen Materialien, die ich dann mit meinen Porzellan-Teilen kombinieren will. Da dadurch mehrere Porzellan-Teile zusammen gebunden werden können, sollen so Halsketten entstehen die eine ganze Geschichte erzählen. Außerdem mache ich mit meinem recycelten Vintage Porzellan-Geschirrteilen weiter. Ich arbeite außer an Teetassen und Tellern jetzt noch an Servierplatten, Suppenschüsseln, Teekannen und vielem mehr, ich dekoriere sie mit neuen Bildern und erwecke dadurch altes Geschirr zu neuem Leben. Nebenbei arbeite ich an alten Holzmöbeln, die ich mit Keramikplatten kombiniere und daraus entstehen neue Gebrauchsmöglichkeiten wie zum Beispiel ein alter Stuhl, der sich in eine Kommode verwandelt. Ja, ich mag es eigentlich sehr, wenn man alten Sachen ein neues Leben ermöglichen kann. Man kann von den alten Materialien und Herstellungs-Qualitäten profitieren. Gleichzeitig hat man das Gestern und das Heute auf einem Kunststück und kann es in einem neuen „Gewand“ weiter nutzen.
Welche Rolle spielt DaWanda für Deine kreative Tätigkeit und was hat sich für Dich verändert, seitdem Du Deinen DaWanda-Shop eröffnet hast?
Da mich DaWanda direkt in Verbindung mit dem Kunden bringt, habe ich außer der Gelegenheit Sonderwünsche zu erfüllen auch noch die Möglichkeit rauszufinden, was dem Kunden gefällt und was gerade in Mode ist. So bin ich immer nah am Geschehen. Nebenbei werde ich durch die Wettbewerbe, die Jahreszeiten und die Feiern motiviert und inspiriert neue Sachen zu kreieren
Welchen Ratschlag würdest Du jemanden geben, der vor hat seine kreativen Träume zu verwirklichen?
Jeder der kreiert, besitzt etwas Besonderes. Finde raus was es ist und unterstütze es, guck oft nach was es so bei DaWanda und im Internet gibt, nutzt die Hilfe, die Euch von DaWanda und DaWanda-Gruppen angeboten wird und verbessert ständig eure Fotos, Texte und Produkte. Sorgt für tägliche Inspiration durch Bücher, Ausstellungen, Internet, etc.
Nenne bitte Deine drei Lieblingsshops auf DaWanda und verrate uns warum Du sie so magst:
Erzähl uns Deine persönliche DaWanda-Story:
Das Beste was mir in DaWanda passiert ist, dass meine beste Freundin, die in Deutschland lebt, bei den “welches ist dein Lieblingsprodukt in DaWanda und warum” sich eine Tasse von mir ausgesucht hat. Das war unfassbar für mich. Einerseits war ich so froh für den super schönen Bericht und andererseits war ich stolz wie Oskar, dass sie meine Arbeit wichtig findet und sich im Alltag davon inspirieren lässt. Was noch sehr schön für mich war, ist als meine beste Kundin mir mal gebeichtet hat: „Wenn ich in deinem Laden vorbeischaue, muss ich unbedingt etwas kaufen, ich kann einfach nicht widerstehen“.
Dein Schlusswort!
Ich will mich bei dem DaWanda-Team herzlich bedanken für die Gelegenheit dabei zu sein können und meine Arbeit zeigen zu dürfen, für die frischen Ideen, für die Wettbewerbe, die total Spaß machen, für die Unterstützung und für die schnellen Antworten wenn Probleme auftauchen.
P.S.: Wenn Ihr auch im Montagsinterview vorgestellt werden möchtet, sendet bitte Euren ausführlich ausgefüllten Fragebogen an Anna unter interview@dawanda.com. Fotos im Querformat nicht vergessen!
ute (29.10.12 15:48 Uhr)
Tolles Interview, toller Schmuck, tolles Geschirr und hinter dem ganzen steht ein ganz toller Mensch! :-) Moni, ich freu mich so für dich! Alles Liebe wünscht dir deine Ute
Jeannette (29.10.12 21:04 Uhr)
Das ist sooo toll, interessante und tolle Frau!
Alex (30.10.12 18:56 Uhr)
Sehr schöne Arbeiten ;-) Aber das erste Bild mit dem Apfel wäre mir persönlich was heikel wegen Markenrecht und so!
Monika (30.10.12 21:51 Uhr)
danke euch alle fuer eure tolle Kommentare:)
ich wollte nur klarstellen das der Apfel der Apple nur ein Biss hat und meiner hat 3 Bisse und Glanz, ausserdem wissen wir doch alle das als Schneewitchen den giftigen Apfel gebissen hat, gab es noch kein Computer auf diese Welt ……hahaha…
Ich glaube wir hatten alle die selbe Inspirationsquelle.
ute (31.10.12 12:03 Uhr)
Als ich mir dieses Interview von Monika hier angesehen habe wäre ich im Leben nicht drauf gekommen das dieser Apfel was mit Markenrecht zu tun haben könnte.Nun sind wir schon soweit das wir nicht mal angebissene Äpfel zeigen dürfen ohne mit Klagen rechnen zu müssen :-) Jaaaa, dann müssen wir die Märchen-Geschichte eben völlig neu schreiben :-D
Ute Dürrbaum (03.11.12 14:38 Uhr)
Hallo Monika,
für mich war das eine ganz erstaunliche Entdeckung hier auf DaWAnda.
Auch ich lebe in Athen, bin mir nicht ganz sicher, ob ich Dir schon mal begegnet bin.
Toll, die Alice im Wunderland -Motive !
Alles Gute und vielleicht sieht man sich mal?
Ute
Monika (05.11.12 06:48 Uhr)
Hallo Ute aus Athen, danke dir!
Wenn du nochmal vorbei kommst, schreib mir doch mal das wir uns kennen lernen.
Liebe Gruesse
Monika