DIY-Technik: Stricken

So langsam wird es kalt, ein Schal muss her. Wie man einen Loopschal ganz einfach selber strickt, zeigt Euch hier Julia von Julie`s MagazineSie hat auch extra noch einmal bei ihrer Oma (einer überaus talentierten Strickerin) nachgefragt, um Euch hier detailliert erklären zu können, wie Stricken eigentlich funktioniert. Passend zum Herbstbeginn haben wir schon die ersten Symptome des Strickfiebers – vielleicht werdet Ihr ja auch infiziert?

Geschichte: 

Das Stricken war schon im Altertum bekannt. Sowohl aus dem alten Griechenland als auch aus dem Römischen Reich sind verschiedene Strickarbeiten überliefert. Lange Zeit danach geriet diese Handarbeitstechnik in Vergessenheit. Erst im 13. Jahrhundert wurde in Italien und Spanien wieder mit dem Stricken begonnen. Überliefert sind verschiedene Strickarbeiten, wie zum Beispiel die Handschuhe von Papst Clement V. Die Spanier haben das Stricken vermutlich von den Mauren gelernt. Sehr wahrscheinlich ist es, dass das Stricken auch in Amerika eine lange Tradition hat.

Im 19. Jahrhundert war dann Stricken weitgehend Frauensache. Ab diesem Zeitpunkt befanden sich zahlreiche Strickanleitungen in den verschiedensten Frauenzeitschriften. Später hatte das Stricken dann vor allem praktische Gründe. In Not- und Kriegszeiten waren die Frauen gezwungen, Kleidungsstücke selbst zu stricken.

Frei von allen Zwängen ist es heute für Liebhaber leichter, das Stricken als das zu begreifen, was es ist: ein wunderschönes, vielseitiges, kreatives und äußerst befriedigendes Hobby.

Was Ihr zum Stricken braucht: 

  • Wolle (flauschige Wolle, verschiedenen Farben bringen viel Spass)
  • Stricknadeln (Größe 8 bis 10 )

Und so wird es gemacht: 

Wickelt etwa eine Hand voll Wolle vom Knäuel ab.

Legt den Faden wie folgt über die Hand. Achtet darauf, welcher Faden vom Knäuel kommt!

Steckt beide Nadeln von unten durch die Daumenschlaufe, dann von oben durch die Schlaufe am Zeigefinger.

Dann zieht Ihr die Fäden beide mit den Nadeln durch die Daumenschlaufe.

Streckt den Daumen so, dass der Faden wieder wie vorher liegt, während Ihr die Nadeln von der Hand wegzieht. Jetzt habt Ihr die erste Masche auf den Nadeln. Das Gleiche wiederholt Ihr jetzt – für einen Loopschal etwa 50 Mal (je nach gewünschter Breite, so kann man ihn doppelt nehmen), für ein Stirnband etwa 10 Mal, für Stulpen etwa 25 Mal (ebenfalls je nach gewünschter Breite). Weiter geht es mit dem eigentlichen Stricken. Zieht eine der beiden Nadeln aus den Maschen heraus, das Ganze sollte dann so aussehen wie auf dem Foto unten.

Legt den vom Knäuel kommenden Faden wie auf dem Foto um Euren Zeigefinger.

Stecht mit der freien Nadeln durch die erste Masche, die auf der anderen Nadel liegt.

Der vom Knäuel kommende Faden sollte hinter der Nadel liegen (vor der Nadel = linke Maschen, hinter der Nadel = rechte Maschen; ich mache hier aber noch etwas anderes! ). Stecht durch die erste Masche, geht vorne links an der Nadel vorbei, holt den vom Knäuel kommenden Faden, der von euch aus gesehen hinter der Nadel liegen soll, damit durch die erste Masche.

Zieht den so entstandenen Knoten über die Spitze der linken Nadel ab, so dass die Masche auf der rechten Nadel liegt. Verfahrt genauso mit allen anderen Maschen.

Das sollte nach der Hälfte dann so aussehen.

Nach jeder fertigen Reihe nehmt Ihr die gefüllte “rechte” Nadel wieder in die linke Hand. Achtet darauf, dass der Faden hinter der Nadel verläuft, und strickt wieder die ganze Reihe ab.

So macht Ihr immer weiter.. Wenn das gestrickte Stück die gewünschte Größe (und Länge) hat, müsst Ihr die Maschen abketten. Das heißt, Ihr nehmt die letzte Reihe und strickt sie quasi rückwärts nochmal.

Hier seht Ihr einen fertigen Schal. Warm, flauschig und passend für den beginnenden Herbst.

“Hallo! Mein Name ist Julia, ich bin gerade mal zarte 20 Jahre alt und schreibe auf www.magazineofjulie.blogspot.com über meine Reisen, kreative Projekte und die süßen Dinge des Lebens. Nach jahrelangem leisem Mitlesen habe ich mich im November 2011 endlich getraut, meinen eigenen Blog zu beginnen. Mittlerweile habe ich einmal die Domain gewechselt (ich hieß mal CandyheartCupcake) und habe vor kurzem einen Neustart gewagt – weshalb ich mich umso mehr über jeden Einzelnen freue, der vorbei schaut.”


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Beitrag von Franziska Muennich

geschrieben am 14.09.2012 um 10:01 Uhr.

10 Kommentare

  1. Elsbeth (14.09.12 16:51 Uhr)

    Hallo!
    Habe ich was verpasst?
    Wo kommt denn die Stelle “Und so wird ein Loop draus?”
    Näht man es dann einfach zusammen?

    Gruss Beate

  2. patricia (14.09.12 17:33 Uhr)

    Ja dies Stelle wo ein Loop aus dem Schal wird ist anschein nicht dabei…..am Ende warscheinlich zusammennähen, aber einfach doch gleich mit der Rundnadel am Stück im ganzen ringherum sticken so habe ich meinen letztes Jahr gestrickt ;-) einfach und sieht super aus.

    Gruß Patricia

  3. blackkitty (14.09.12 17:39 Uhr)

    Wieviele Maschen müssen denn aufgenommen werden??? Und wie wird dad gestrickt?? Hab nicht ganz so viel Ahnung vom stricken bin noch am lernen, wäre schön wenn mir jemand weiter helfen könnte LG Sarah

  4. christina rolf,hobbyistin (14.09.12 18:08 Uhr)

    für Anfänger zum Nachstricken fehlt die Maschenanzahl. Wäre einfacher und in die Runde zustricken, dann hat der Loop keine Naht.Längenangabe wäre auch hilfreich.Würde auch nur mit einer Nadel die Maschen aufnehmen.sonst es passieren beim zu lockeren Stricken, das die Randmaschen ausleiern
    Lieben Gruß christina

  5. Irene (14.09.12 19:50 Uhr)

    Sorry, aber selbst ich, die Ahnung vom Stricken hat, würde diese Anleitung nicht verstehen! Für Anfänger kaum nachzuvollziehen.

    Wie wärs einfacher:

    mit Rundstricknadeln (Stärke passend zur ausgesuchten Wolle – steht ja am Etikett) Maschenanzahl (weiß allerdings nicht wieviele, hab noch keinen Loop gestrickt, nur genäht ) anschlagen und so lange im Kreis stricken, bis der Schal die gewünschte Breite hat – abketten, fertig.

    LG, Irene

  6. sommerlaedchen (14.09.12 21:07 Uhr)

    hallo für einen Loopschal solltest du ca. 220 Maschen aufschlagen und dann in Runden stricken , so hast du keine Naht. Bei dieser Maschenzahl kannst du ihn 1 X umschlagen. Rundstricknadel wäre dabei am besten.

  7. sommerlaedchen (14.09.12 21:10 Uhr)

    hallo für einen Loopschal solltest du ca. 220 Maschen aufschlagen und dann in Runden stricken , so hast du keine Naht. Bei dieser Maschenzahl kannst du ihn 1 X umschlagen. Rundstricknadel wäre dabei am besten. Die kann ja jeder so stricken wie er es möchte., bei 2 X umschlagen würde ich sagen ca. 40 – 50 Maschen mehr .

  8. Julie (21.09.12 12:26 Uhr)

    Hey ihr lieben,
    Auf meinem Blog http://www.magazineofjulie.blogspot.com findet ihr die vollständige Anleitung, leider wurde hier nicht alles veröffentlicht – gerade die Maschenanzahl und der Teil mit dem Zusammennähen fehlen. Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbeischaut!

  9. Britta (14.10.12 12:11 Uhr)

    Wer die Krausrippe vertikal stricken will (also nicht in Runden) und dennoch keine sichtbare Naht haben möchte, kann ja auch mit Maschenstich arbeiten. Eine sehr gute Videoanleitung gibt es an verschiednen Stellen im Internet.

  10. Jahreszeiten – Herbst | Curious Cat (03.11.12 16:30 Uhr)

    […] 2. Julie`s Magazine via Dawanda – Gestrickter Loop-Schal kuschliges Gefühl auch für Unterwegs Foto: © magazineofjulie […]

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