Was macht DaWanda eigentlich so einzigartig? Wir haben Euch vor knapp 2 Wochen nach Euren ganz persönlichen DaWanda Stories gefragt. Und haben bereits viele spannende, kuriose und lustige Geschichten von Euch erhalten. Natürlich wollen wir auch einige der schönsten Geschichten mit Euch teilen. Den Anfang macht der sympathische Ben, der bei DaWanda wohl eher unter seinem Shopnamen Whatabouttee bekannt sein dürfte. Bevor wir Euch seine ganz persönliche Geschichte vorstellen, haben wir Ben noch ein paar Fragen zu seinem Shop, seiner Inspiration und Kreativität gestellt. Los gehts:
Wie hast Du Deine kreative Ader entdeckt und wer inspiriert Dich? Hast Du Vorbilder im Bereich Design? Wenn ja, wen und warum?
Ich bekam in der dritten Klasse einmal eine schlechte Note für einen Aufsatz, nur weil in der von mir niedergeschriebenen Geschichte unsere Katze “Lucky” der gedankenübertragung fähig war und mich zu einem Menschen in Not geführt hat. Zu viel Fantasie hätte ich wohl gehabt. Zu Recht! Als Vorbild dient mir schon immer Andy.. Dings.. Wie hieß der mit den Suppen? Seine Darstellung von Alltagsgegenständen als Kunstobjekte ist doch sehr schick und diese Art Rebellion gegen das Imperium führe ich schließlich ebenfalls bis heute.
Wie würdest Du Deinen Stil beschreiben und was kennzeichnet ihn?
Pop Art. Und ich mache, worauf ich Lust habe. Bis heute ist mir nicht in den Sinn gekommen, eine Art Kollektion zu gestalten. Prima oder? Fast würde ich behaupten, dass das sogar das Geheimnis meines unglaublichen Erfolges ist. Quasi jeder findet etwas bei mir. Ich bin wohl das Schweizer Taschenmesser der T-Shirt-Labels.
Wer sind Deine Kunden und was ist Dein Verkaufsschlager?
In der Weihnachtszeit 2011 habe ich 554 Lieblingsbrüder auf T-Shirts und Hoodies verkaufen können. Denke, das ist mein Verkaufsschlager. Dicht gefolgt vom “Röhrenden Hirsch” und “Der frühe Vogel kann mich mal”. Gerade die beiden letzten Motive werden in der Tat von allen Altersklassen gekauft und getragen. Finde ich äußerst knorke.
Wie siehst Du Deine Zukunft als Designer bzw. Kunsthandwerker? Worauf dürfen wir uns noch freuen?
Land und Leute sollen mich noch mehr inspirieren in Zukunft. Wäre gerne mal auf einem Sauerkrautwettessen in Zwickau mit viel Alka Seltzer. Vielleicht bringt mich das weiter. Darüber hinaus werde ich ein paar Kooperationen mit Designern, Künstlern und Agenturen eingehen, um noch mehr Bandbreite erzeugen zu können. Trial and Error lautet da die Devise. Aktuell habe ich an dem “Friends will be friends – der Tofu und sein Würstchen” gearbeitet und das wird es demnächst auch im Shop geben. Immer wieder stößt mir dieser Hassle zwischen Fleischesser und Vegetarier/Veganer auf. Ich finde das einfach nicht in Ordnung. Nimm die Menschen wie sie sind, es gibt nämlich keine anderen!
Hast Du „Kollegen“, mit denen Du Dich über Techniken, Tricks und Ideen austauschst? Wie wichtig ist Dir das Netzwerken mit anderen Kreativen?
Meine Frau ist mein größter Fan und gleichzeitig schärfster Kritiker. Und da es kaum eine Messe/Markt/Festival gibt, wo ich nicht mindestens zwei oder drei Aussteller kenne, wird auch das regelmäßig zum Austausch über Motive, Drucktechniken, T-Shirt-Schnitte und Blödeleien genutzt.
Welchen Ratschlag würdest Du jemanden geben, der vor hat seine kreativen Träume zu verwirklichen? Was würdest Du DaWanda-Neulingen raten?
Nicht träumen, sondern machen! MACHEN! Da ich nach dem Credo lebe “Du hast immer eine Wahl”, rate ich das einfach jedem da draußen. UND natürlich mach das, was du gerne machst zu deinem Beruf. Den Küken da draußen möchte ich sagen, dass DaWanda eine primapopima Plattform ist, um sich selbst und seine Ideen auszuprobieren. Wer aber Erfolg haben mag, sollte wie ich möglichst aufs Ganze gehen und so richtig Gas geben. Wenn es nicht klappt, weiß man es immer hin.
Bens Story
Nun wollen wir Euch Bens Story aber nicht länger vorenthalten, soviel sei vorab gesagt: Es wird absolut märchenhaft.
Es war einmal ein Art Director in Wiesbaden mit Herzschmerzen. So denn dachte er sich, woran kann´s liegen? In der Zeit des Sinnierens hatte er Heimweh nach dem 350 Kilometer entfernten Regensburg und verlieh seinem Schmerz mit einer I <3 Regensbug Facebook-Fanseite Ausdruck. Gleich wohl nach vier läppischen Wochen und über 4.000 Fans wurde nach Merchandise-Aritkel gerufen. Gesagt getan und weil Ben – so heißt der Held dieser Geschichte – gern sich die Sachen selbst aneignet, wurden kurzum T-Shirts und allerhand anderer Textilien mit dem hübschen Logo bedruckt. Blut geleckt könnte man das nennen, denn es gab für Ben kein herzerwärmenderes Gefühl als zu wissen, dass es Menschen gibt, die seine mit eigenen Händen geschaffenen Kleidungsstücke tragen. Bisher also nur digital unterwegs und nun auf einmal etwas zum Anfassen. Großartig.
Foto rechts: Janosch Boerckel
Eines Tages fragte sich Ben, ob die Menschen nicht auch seine eigens gestalteten Motive kaufen würden. Wo aber findet man den passenden Markt mit einer großen Reichweite? Eine gute Bekannte von Ben hat ihm von DaWanda erzählt. Das fand er total spannend und die Hürden waren denkbar gering. Und schon nach wenigen Tagen kamen die ersten Verkäufe, dann kam Weihnachten und dann auch noch eine 12%-Rabattaktion. Ab da gab es kein Halten mehr. Ben gab seinen Job im Agenturleben auf und beglückt seither die Menschheit mit hübschen und frechen Designs auf T-Shirts, Kapuzenpullover, Kleidchen und Baumwolltaschen. Und wenn er nicht gestorben ist, lebt er glücklich mit seinem Siebdruckkarussell bis an sein Ende.
Hier, nun noch ein paar Fakten. Ein jedes Motiv hat eine kleine Geschichte. Ich bin in den Wiesbadener Naturpark mit meiner Kamera gegangen und habe einen röhrenden Hirschen im Profil geschossen. Also mit dem Fotoapparat. Zack – Motiv daraus gemacht. Meine Cousine nannte mich immer liebevoll ihren Lieblingscousin. Wir haben aber an die 14 Cousins und Cousinen. Daraus ergab sich die Lieblingsbruder/-schwesterreihe. Darüber hinaus, ich steh nicht auf frühes Aufstehen, mag aber Bierwurst. Kann Vögel und Wolken ganz gut leiden und bin weltmeisterlich im Tetris spielen. Auf Wiederhähnchen.
Mela (01.08.12 10:01 Uhr)
Tolle Story!!!
Muss ich gleich mal meiner kleinen Schwester erzählen!
Sie ist noch am träumen und es wird Zeit, dass sie wach geküsst wird.