Für Männer: Bloß nicht auf die Maya hören!

von am 06.01.2012 um 11:12 Uhr | Keine Kommentare | Jungs auf DaWanda

Bei den Juristen beschreibt Vorsatz das Wissen und Wollen dessen, was man Schändliches tut oder zumindest zu tun gedenkt. Und ohne entsprechenden Vorsatz sieht’s auch mit der Strafbarkeit meist mau aus. Ganz ähnlich ist das eigentlich mit Jahresanfängen. Wer ohne Vorsatz ins neue Jahr startet, dem fehlt ein wenig der Tatendrang, dem sich die meisten anderen Menschen zu dieser Zeit gerne verschreiben und der verpasst vielleicht die Gelegenheit sich selbst ein paar neue Impulse mit auf den Weg zu geben. Selbstverständlich möchte ich hier aber niemanden dazu verleiten, morgen der Oma am Straßenrand die Handtasche zu klauen. Wenn ich von Vorsatz spreche, dann meine ich natürlich die guten alten Silvestervorsätze à la “Ich will weniger Geld ausgeben, mehr reisen, mit dem Rauchen aufhören, gesünder leben” und so weiter und so fort.

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Obwohl man sich vielleicht doch kurz fragen könnte wozu das alles?
Denn seien wir mal ehrlich: Wer hält denn mit seinen guten Vorsätzen länger als zwei, drei Wochen durch, bevor sie dem Alltagstrott wieder anheimfallen und in völlige Vergessenheit geraten? Und warum auch gerade ab Silvester? Schließlich könnte der Osterhase doch genauso gut neue Vorsätze im Garten verstecken.

Deswegen haben die Desillusionierten unter uns den ganzen Gute-Vorsätze-Quatsch auch schon lange ad acta gelegt und geben sich nicht mehr der alljährlichen, kurzzeitigen Selbstverblendung hin. Stattdessen lächeln sie wohl nur leicht hämisch, wenn sie dieser Tage im Vorbeigehen die schwitzenden Auf-der-Stelle-Läufer hinter den riesigen Fitnessstudiofensterscheiben beobachten; sich aalend in der eigenen gefühlten Überlegenheit gegenüber diesen unverbesserlichen Vorsatzgläubigen.

Und dann sind da natürlich auch noch die Maya. Die machen es einem gerade dieses Jahr auch nicht unbedingt leichter, mit neuen tollen Bestrebungen ins Jahr zu starten. Oder was soll diese Sache mit dem Weltuntergang? Einen Motivationsschub lösen sie damit jedenfalls nicht aus. Zum Glück nur, dass sie nicht die ersten sind, die mit ihrem Rumunken schlechte Stimmung verbreiten wollen und wir insofern also schon ein wenig abgebrüht sind gegenüber apokalyptischen Weltuntergangsszenarien.

Auf der anderen Seite, warum eigentlich nicht doch ein paar neue Vorsätze fassen?
Ja klar, es stimmt schon. Die meisten guten Vorsätze halten nicht besonders lang. Aber deswegen gleich gar keine neuen Bestrebungen?! Damit macht man es sich doch vielleicht auch ein bisschen einfach. Schließlich sind zwei Wochen gesünder leben besser als gar nichts und wer weiß, vielleicht lässt sich ja ein wenig an neuen Entschlüssen und deren Umsetzung auch in den Alltag retten? Na klar könnte man auch jeden anderen Tag im Jahr dazu verwenden, etwas zu ändern und sich vornehmen, sein Leben einen Tick besser zu machen. Aber man kann eben auch die Silvesternacht dazu nutzen; unterstützt durch die Symbolik des abgeschlossenen alten Jahres und des gerade erst erwachenden Jahres, in dem die Karten wieder neu gemischt werden.

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Und was nehmen sich Männer so für’s neue Jahr vor?
Auf diese Frage gibt es wohl (fast) nur eine Antwort: Sport! Denn Sport macht, dass wir besser aussehen, uns besser fühlen und – nicht zu unterschätzen – uns auch besser anfühlen. Und die allermeisten von uns haben wohl seit der letzten Neujahrszeit ihre sportlichen Aktivitäten auch wieder ganz schön schleifen lassen. Es muss also was getan werden und nicht zuletzt die Weihnachtstage und die damit einhergehende Völlerei sollten einem das vor Augen geführt haben.
Also, lasst uns doch ruhig ein wenig der durch die Medien geformten Utopie des knackigen Typen mit dem ölig glänzenden Waschbrettbauch hinterherlaufen, -schwimmen, oder -radeln; wenigstens für eine kleine Weile. Und wer weiß, mit ein bisschen Glück lässt sich die eine oder andere Sportübung doch noch ins alltägliche Leben übernehmen und langfristig durchhalten. Dann könnten wir uns nächstes Jahr auch endlich mal was anderes vornehmen. Weniger Alkohol zum Beispiel. Obwohl. Vielleicht auch lieber doch was anderes.
Na ja, wir haben ja noch ein ganzes Jahr Zeit, um darüber nachzudenken. Natürlich nur, falls es uns und die Welt dann noch gibt, versteht sich.
In diesem Sinne. Gehabt Euch wohl.



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