Jungs auf DaWanda #26 – DIY Spezial

von am 16.09.2011 um 14:31 Uhr | 5 Kommentare | Jungs auf DaWanda

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Im September steht bei DaWanda ja bekanntlich alles unter dem Motto “Carpe DIYem”, weshalb wir bei DaWanda tatsächlich einen Großteil des Tages dazu nutzen, das Selbermachen gebührend zu würdigen und zu verbreiten. Zwar könnte bei dem einen oder anderen schnippischen Leser kurz die Frage aufkommen, ob dann im Oktober wieder Schluss ist mit der Selbermacherei. Aber selbstverständlich sind solche Schlüsse völlig abwegig und sowieso auch gar nicht weiter der Rede wert.

Selbermachen also. Als, um noch eben eine kleine Anekdote aus dem Nähkästchen zu schütteln, wir auf der Suche nach einem Slogan waren (an deren Ende der allerdings ganz wunderbare Ausspruch “Carpe DIYem” stand) und auch ich ein paar Vorschläge beitragen durfte, ließ ich mir “Selbermachen” einmal verstärkt durch den Kopf gehen. Leider muss ich zugeben, bin ich dabei wiederholt in die leicht schmuddelige Ecke abgerutscht und zu meinen Ergüssen zählen dabei ebenso uneindeutige wie platte Sprüche (ich sag nur: “Meine Hände für Dein Vergnügen”), die es zu Recht nicht in die Endauswahl geschafft haben.

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DIY also. Ich selbst lasse ja lieber machen (ich nenne es LTDI: let them do it). Das mag auf den ersten Blick arrogant und total undawandaesk wirken, ist es aber natürlich nicht. Vielmehr entspricht es der ureigensten Grundidee, die hinter DaWanda steckt. Schließlich waren es Claudia und Michael, die beiden Gründereltern, die im Versuch individuelle Geschenke zu gestalten, kleinen Matroschkas anstelle von lieblichen Puppengesichtern grimassenhafte Zerrbilder ins hölzerne Angesicht malten.
Nun, vielfach würde es mir wohl ganz ähnlich ergehen. Und selbst wo ich vielleicht noch über die nötigen Fähigkeiten verfügte, oder sie zu erlernen zumindest in der Lage wäre, fehlt es mir regelmäßig doch an der notwendigen Muße, um mich stundenlang mit Basteln und Handarbeiten zu beschäftigen.

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Selbermachen also. Schaut man sich die DaWanda-Themenwelt zum DIY-Monat an, fällt auf, dass Männer als Selbermacherzielgruppe scheinbar nicht so recht existieren. Dass Männer jedoch durchaus kreative Bastler sind, zeigt nicht zuletzt die große Anzahl riesiger Baumärkte, die wie Pilze aus dem Boden schießen. Nur: Was der Mutti die Nähmaschine, das ist dem Vati eben die Werkbank; wenn ich mal so plakativ sein darf. Und ohne allzusehr irgendwelche Klischees bedienen zu wollen: Mit dem Basteln von Haarschmuck oder dem Herstellen von Taschen wird man wohl die wenigstens Männer begeistern können. Wo sind sie also, die selbstgebrannten Unikat-Fliesen zum Verlegen in der heimischen Küche und der Bausatz für die DIY-Sauna im Keller? Ich finde, es wäre dafür an der Zeit.

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DIY also. Ein wenig gezwungenermaßen habe ich mich daher noch abseits von DaWanda nach coolen Bau- und Bastelanleitungen umgesehen und bin dabei auf zwei ganz schicke Ideen gestoßen, die ich aus rechtlichen Gründen hier leider nicht bebildern kann. Aber soviel sei gesagt: Die eine Idee ist eine Art Memoboard/Postablage, bestehend aus einem alten Fensterladen, den man sich an die Wand hängt, sodass man die Briefe von oben zwischen die Lamellen stecken kann. Bei der anderen Idee handelt es sich um ein Regal/Schrank, der aus alten Getränke- oder Obstkästen zusammengebaut wird. In dem Beispiel, dass ich gefunden hatte, wurden jeweils zwei Kisten nebeneinander und drei Kisten übereinandern zusammenmontiert. Dazu wurde der ganze Schrank auf Rollen geschraubt. Sehr schöne Sache, wie ich finde.

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An dieser Stelle muss ich nun aber auch langsam wieder zum Ende kommen. Schließlich muss ich noch zu meiner sympathischen Kollegin Dana Li, die sich angeboten hatte, mir meine neuerworbenen braunen Veloursleder-Ellenbogenschoner auf meinen Cardigan zu nähen. Ein bisschen DIY geht bei mir nämlich auch; oder sagen wir lieber LTDI.

In diesem Sinne. Gehabt Euch wohl.



5 Kommentare

  1. Herr A (17.09.11 21:24 Uhr)

    nur mal so nebenbei: wußtest du, daß Soldaten und niedere Offiziere im Amerika des neunzehnten Jahrhunderts noch ihre Strümpfe für die Uniform selber strickten, oder die Strumpfstrickerei allgemein laaaange Zeit vorher schon in Händen der Manner lag? Oder auch die Handwerke: Weberei und Schneiderei. so weit weg von der Nähmaschine seid ihr also nicht ;-) Also Jungs: Weg von der staubigen Werkbank, und erobert euch das Nadelwerk zurück!

  2. Sebastian Schüler (18.09.11 00:57 Uhr)

    wenn man(n) sich mal das professionelle handwerk der nähenden industrie in deutschland anguckt findet man da sowie so mehr männer als frauen

  3. Dana Li (18.09.11 19:18 Uhr)

    Gern geschehen, Bennie…

  4. Claudia (21.09.11 18:23 Uhr)

    Also ich finde das gut, dass es noch Menschen gibt, die lieber “machen lassen”. Ansonsten hätten hier auf Dawanda viele keine oder kaum noch Kunden und das wäre ja wohl auch blöd! Also Männer – keine Scheu und kauft euern Liebsten mal etwas schönes von anderen Selbstgemachtes….
    LG
    Claudia

  5. Andrea (21.09.11 19:20 Uhr)

    Ich bin meist nach dem Motto LTDI unterwegs. Und so auf DaWanda getroffen. Ich selbst hab nämlich zwei linke Hände und selbst das gerade Abschneiden eines Blatt Papiers kostet mich viel Anstrengung. Meinen Betthimmel habe ich dennoch selbst genäht, weil ich nirgens das gefunden hab, was ich wollte. :)

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