
Welche Eltern kennen das nicht: Die in vielen bunten Farben gekaufte Knete wird langsam immer mehr zu einem großen seltsamfarbenen harten Klumpen. Ständig neue Knete zu kaufen geht aber auch mächtig ins Geld, vor allem, wenn es “gute” ungiftige Knetmasse sein soll. Aus diesem Grund freuen wir uns sehr, euch heute die Anleitung von Nicole vom Blog grievedesign zu präsentieren. Aus wenigen Zutaten könnt ihr Knete einfach selbermachen, schnell und preiswert. Jetzt warten wir nur noch auf eine Funktion, dass sie sich selber vom Boden aufsammelt;)
Zutaten:
1/2 Liter Wasser zum kochen bringen, mit
500 g Mehl,
200 g Salz,
3 EL Öl,
3 EL Zitronensäure und Lebensmittelfarbe (zum Einfärben) verkneten…fertig!
Bei einem Kleinkind ist`s ja besonders wichtig, dass die Knete genießbar, also im Zweifelsfall auch wirklich essbar ist. Einige Rezepte zum Selbermachen einer solchen Masse werden als ungiftig beworben, jedoch wird bei diesen gerne auch Alaun als Zutat aufgelistet, welches irgendwie im Verdacht steht, bei Verzehr giftig zu sein. Also hat Nicole diese fragwürdige Zutat durch Zitronensäure (hat man ja auch eher im Haus) ersetzt.
Mit den fertigen Knetehaufen kann der Nachwuchs nun sogar richtig spielen, weil sie keine so harte Konsistenz haben wie Kaufknete, eine lohnende Teigmenge darstellen und sich gut mit der Spielzeug-Teigrolle ausrollen und Ausstechern & Co. bearbeiten lassen. Selbstverständlich kann man aber auch alle möglichen Formen bilden und alles das tun, was man mit Knete eben so tun möchte ;) Aufbewahren sollte man sie übrigens ebenso luftdicht wie die gekaufte, um ein Austrocknen zu verhindern.
Ihr möchtet mehr über Nicole und ihren Blog grievedesign erfahren? Gerne doch:
Mein Name ist Nicole Grieve, ich bin Mutter einer 4jährigen Tochter, arbeite hauptberuflich als Cutterin und Bildmischerin (staatlich geprüfte Mediengestalterin Bild & Ton) und entwerfe unter dem Label grievedesign nebenberuflich Motive und Produkte für Kinder… In meinem Blog schreibe ich über mich, grievedesign und alles was Frau-Mann-Mutter-Vater-Oma-Opa so interessieren könnte. Hier und da gibt’s ein paar Goodies in Form von Freebies, DIY-Anleitungen oder Haushaltstipps.
PS. Nicole hat auch einen ganz wunderbaren Shop mit vielen niedlichen Sachen für Kinder namens grievedesign, schaut doch mal vorbei!
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Nadine (19.05.11 22:23 Uhr)
Uih,
das werd ich mal ausprobieren! Sonst würd ich nämlich sicherlich für meinen 2 jährigen Essknete kaufen. Kann man denn diese Knete im Backofen härten lassen, so dass eine dauerhaft haltende Figur entsteht?
anne (20.05.11 09:24 Uhr)
phantastisch, vielen dank!
Alke (20.05.11 09:52 Uhr)
Die Knete funktioniert wunderbar, und es war immer ein gutes Gefühl sie zu verwenden.
Leider ist sie inzwischen für meinen Sohn pures Gift, wegen dem Weizenkleber im Mehl.
Bedenkt bitte dass Kinder, die Gluten nicht vertragen auch mit dieser Knete nicht in Berührung kommen dürfen.
Denise Christ (20.05.11 10:37 Uhr)
Ein Klassiker und der Retter für viele Kindergeburtstage oder Spontanbesuchler. Danke für das Rezept!
mimmy (20.05.11 14:13 Uhr)
super ‘rezept’! ich kann mir gut vorstellen, dass die knete, ähnlich wie salzteig im ofen hart wird. aber warum nicht einfach ausprobieren?
genau wie als alternative maismehl zu verwenden… ein bisl kreativität darf man schon einbringen ;)
Sarah (20.05.11 15:48 Uhr)
Vielen Dank für das Rezept! Das wollte ich schon lange mal ausprobieren!
Liebe Grüße,
Sarah
Schnucki (20.05.11 17:59 Uhr)
Das Rezept ist Klasse. Wir haben es gleich ausprobiert.
Danke…
Steffi Kunstknaeul (20.05.11 18:50 Uhr)
Klassiker in jeden Kindergarten :) Super!
yolk (20.05.11 20:44 Uhr)
Welche Funktion hat denn da nun genau die Zitronensäure? Alaun sorgt ja dafür, daß die Knete geschmeidig bleibt – macht das die Zitronensäure auch? Ich denke, sie hilft wahrscheinlich eher, den Salzteig besser zu konservieren (Für mich besteht schon ein Unterschied zwischen Salzteig und Knete)? Der Tip mit dem heißen Wasser ist gut (machen viele nicht) – dadurch löst sich das Salz besser auf + der Teig wird schneller geschmeidig.
Denise (21.05.11 06:22 Uhr)
@ yolk: Ich habe unlängst einen Artikel zum Thema Alaun und Kinderknete geschrieben. Es ist mir ein dringendes Anliegen, darauf hin zuweisen, dass die Verwendung von Alaun in Zusammenhang mit Kinderknete wirklich gefährlich werden kann. Je nach Rezept und je nach Konzentration kann das Essen dieser Knete zu schweren Vergiftungen führen! Besser nimmst Du die Zitronensäure…
yolk (22.05.11 18:40 Uhr)
Das mag schon sein + ich will ja auch niemanden dazu “aufrufen” (wobei ich nie Probleme damit hatte, weil meine Tochter eigentlich nicht viel in den Mund gesteckt hat). Mich hatte nur interessiert, wofür die Zitronensäure gut ist – so ist das ganze ja einfacher Salzteig, oder?
grievedesign (24.05.11 20:45 Uhr)
@yolk: Diese Knete hat eine ganz andere “Haptik” hat als Salzteig, also eben wie Knete. Die Zitronensäure ersetzt Alaun und dient dazu, die Knetmasse geschmeidig zu machen.
Probier’s doch mal aus :)
Liebe Grüße,
Nicole
grievedesign (24.05.11 20:46 Uhr)
Ich freue mich, dass Euch diese Anleitung gefällt, viel Freude beim Nachmachen ;)
Liebe Grüße,
Nicole
Nadine (28.05.11 20:21 Uhr)
vielen dank für das rezept! ich habe es heute ausprobiert und es ist echt toll! die knete hat eine ganz tolle haptik – ich bin begeistert! der geruch ist nicht soooo toll, aber so kam mein kleiner (2 jahre) auch nicht auf den gedanken, sie zu essen ;-)
Trendies (29.05.11 08:40 Uhr)
Hallo,
sagt ihr nun auch einer Omi wie lange diese Knete haltbar ist? Werde diese Knete auch versuchen wollen – nur eben wie lange hält sowas? oder wie wird es richtig gelagert? muss man es immer wieder neu anmachen?
Internette Grüße
Tina v. Trendies ;-)
Holy_Flower (29.05.11 09:52 Uhr)
Hallo Tina!
Ich nutze dieses Rezept schon seit Jahren im Kindergarten. Ist wirklich einfach mit den Kindern gemeinsam herzustellen! Schlecht, im Sinne von schimmelig oder verdorben, wird sie eigentlich nicht. Zumindest habe ich das noch nie erlebt! Trotz luftdichter Aufbewahrung (in einer Brotdose oder so,) wird sie allerdings bei regelmäßiger Bespielung irgendwann krümelig. Aber selbst das dauert Monate! Dann darf man sie auch getrost entsorgen.
Viel Spaß beim Formen!
yolk (01.06.11 22:49 Uhr)
@yolk: die Zitronensäure (in Verbindung mit Salz) sorgt dafür, daß die Feuchtigkeit länger gehalten wird. Also im Grunde IST es Salzteig, der aber eben nicht so schnell austrocknet (und daher vielleicht manchen “geschmeidiger” vorkommt) :)
Für die kurzfristige Geschmeidigkeit viel wichtiger halte ich das warme Wasser und/oder ordentliche Kneten (damit sich die Salzkristalle auflösen + der Kleber “wirkt”) + einen guten Schuß Öl.
Wobei bei uns auch der “normale” Salzteig in der Tupperbox ordentlich hält… aber mit Zitronensäure oder Alaun ist es eben gesicherter, daß man noch länger was davon hat.
Das Ergebnis ist halt “Playdo”-Ähnlich – für mich besteht da auch ein Unterschied zu “echter” Knete (also diesen zähen Stangen, die man auch nicht luftdicht abpacken muß) – aber wenn Besuch kommt ist es immer super, die Kinder mit schnellem Knetmaterial (welche Zutaten da nun auch immer reinkommen) zu “beglücken” – zumal man ja meistens alle Zutaten zuhause hat.
UEEK (01.06.11 22:50 Uhr)
Ups, hatte falschen Namen eingegeben – sorry :)
jamjam (07.06.11 10:07 Uhr)
super tolles rezept :D
danke :D
@alke: es gibt glutenfreies mehl….
misou (22.09.11 08:53 Uhr)
super!!! wird direkt ausptobiert..
misou (22.09.11 08:53 Uhr)
ausprobiert.. heißt es natürlich ;)
julvo (22.09.11 18:07 Uhr)
@yolk
alaun kann auch über die haut aufgenommen werden und sollte deshalb nicht beim herstellen von knete verwendet werden.
uns (kindergartenpersonal) wurde durchs landratsamt sogar verboten solch eine knete mit alaun her zu stellen. wir verwenden immer zitronensäure oder weinsteinsäure. funktioniert genau so gut.
kreativfreak (28.09.11 13:34 Uhr)
Gutes Rezept, danke! Ich sehe leider im Bild ein Salz mit Jodzusatz. Bitte kein Salz mit Jodzusatz verwenden!!! – Auch wenn immer wieder gebetsmühlenartig behauptet wird, dass man es braucht und ohne es zu einer Mangelerscheinung kommt: inzwischen sind in so vielen Lebensmitteln, vor allem Fertiggerichten, Jodzusätze enthalten, dass es besser ist, dieses zu meiden.
Für jodsensible Menschen wirkt die Einnahme von Jod negativ. Bei der Krankheit “Hashimoto-Thyreoiditis” gibt es sogar die starke Vermutung, dass die Zwangsjodierung mit der massiven Zunahme dieser Krankheit zusammenhängt, auch schon bei jungen Frauen. Natürlich gibt es mehrere Faktoren, aber die Jodierung ist eine davon.
Also bitte einfaches Steinsalz nehmen. Ist nur eine Empfehlung.